Verfasst von: faucone | 18. 6. 2009

Anfänge

Lässig saß er da, ein Bein angewinkelt, ein schmales Gesicht, ein ein weites, um ihn herum schlackerndes T-Shirt, eine zerrissene, dreckige Jeans, schmutzige, sehnige Arme die in knochige aber scheinbar nicht ungeschickte Hände übergingen, Füße in alte, fast durchgelaufenen Sandalen, und etwas auf dem Kopf, was man vor einer gewissen Zeit vielleicht ein Basecape hätte nennen können.

Einzeln müssen sie stehen, ganz für sich, allein, verlassen. Traurig. Denn ihr eigentliches Ziel ist die Gemeinschaft, ein großes ganzes, etwas allumfassendes. Dann sind sie glücklich und vor Freude fließen sie ineinander und umarmen sich, teils innig und verliebt.

Ich verändere mich. Ständig, täglich, minütlich, sekündlich. Meist sehe ich diese Veränderung als etwas Positives an, als Fortschritt, der notwendig ist, um weiter zu kommen.

Sie haben die oben erwähnte Patientenverfügung bei vollem Bewusstsein mit bestem Wissen und Gewissen persönlich ausgefüllt, und sind immer noch der Ansicht, das dies der richtige Weg ist? Ein stummes Nicken. Wann würde das endlich aufhören. Immer wieder Formulare, immer wieder die selben Fragen, nur die Leute änderten sich von Zeit zu Zeit.

Mein Leben ist ein Fluss von Ereignissen. Fröhliche Ereignisse, traurige Ereignisse, …

Die Gegenwart, der Augenblick. Sie ist es, was wir mit Realität bezeichnen. Es gibt etwas außerhalb von uns, das wir wahrnehmen, was auf uns wirkt

Einige Gefühle sind schwerer zu beschreiben, als andere. Ich habe gerade eines davon: ich bin ich selber. Und ich habe keine Ahnung, ob das nachvollziehbar ist.

Leise klopfte sie an die Tür und wartete eine Weile. Innen hörte sie Geräusche, die vermuten ließen, dass Dinge bedächtig zur Seite geräumt wurden.

Feuerrot versank die Sonne in den schäumenden Fluten. Der weiße Sand erglühte, bevor er endgültig in das einheitliche grau der Nacht überging. Schweigend sahen die beiden Männer dem Schauspiel zu, was sich ihnen von der Veranda ihrer Ferienhütte aus bot.

Sanft legte er seinen Arm um ihre Schulter. Sie schauderte. Langsam wandte sie ihren Kopf, um ihn anzuschauen. „Wie kannst du?“ Das Erstaunen, und die Angst, sich doch zu irren, schienen sie wie eine Wolke zu umgeben.

Langsam lief sie weiter wobei sie ihre Augen über das Wasser schweifen ließ. Der Fluss glitt ruhig dahin, ganz im Gegensatz zu ihren Gedanken, die aufgewirbelt waren und einander jagten oder von Strudeln eingesogen wurden.

Gemütlich kuschelte sie sich in die weiche Decke und hörte dem Regen zu.

„Sie wünschen?“  Er grinste breit.  „Das wissen Sie. Das Beste!“  „Selbstverständlich.  Sie sind mit dem anderen zufrieden?“ „Mehr als zufrieden, danke vielmals.“  „Das Beste… genau genommen gibt es das nur einmal. Sie wissen, dass man eigentlich nur eines besitzen darf?“  „Natürlich.“  Noch ein Grinsen.

„Guten Tag! Sind sie Herr Mayer? “ „Ja?“ „Freut mich, ich bin Frau Stöckel, die Organisatorin dieses Programmes. Von mir erhalten sie die ersten einführenden Informationen. Wie ich sehe, scheinen sie sich ja an die Vorgaben gehalten zu haben, das freut mich.“ „Was wäre, wenn das anders gewesen wäre?“
Ein wenig hatte er ja schon überlegt, ob die Vorgaben nicht etwas zu strikt waren und er sie heimlich doch nicht so streng sehen sollte. Aber er hatte sich dagegen entschieden und war bereits ein wenig stolz auf seine Entscheidung.

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