Was ist der Mensch?
Wikipedia sagt uns:
Der Mensch (Homo sapiens) ist innerhalb der biologischen Taxonomie ein Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae).
Ein ziemlich interessanter Platz, den uns die Evolution da verschafft hat, will mir scheinen. Apropos:
Die Entwicklung des Menschen, die Hominisation, führte über die Hauptstufen Ardipithecus ramidus, Australopithecus afarensis, Homo habilis, Homo erectus, Homo heidelbergensis und Homo sapiens zum Homo sapiens sapiens
Jetzt kennen wir zu unserem Platz auch unsere Herkunft. Doch wie wäre es damit:
Der menschliche Körper ist ein kompliziertes Gebilde, das zu 60 bis 70 % aus Wasser, etwa 20 % Proteinen, 15 % Fetten und 5 % Mineralen und anorganischen Stoffen besteht. Ein erwachsener Mensch hat eine typische Körpergröße zwischen 150 cm und 200 cm. Wie bei anderen Wirbeltieren auch, lässt sich der Körper anatomisch strukturieren in einen Stütz- und Bewegungsapparat, die inneren Organe, das Nervensystem und die Sinnesorgane.
Also ein Haufen wohlgestaltete Chemie, die anderswo in ählicher Form auftaucht. Auch nicht schlecht. Aber alles nicht so besonders, oder?
Unter den Lebewesen zeichnen den Menschen vor allem zahlreiche kognitive Fähigkeiten aus. Diese konstituieren letztlich die menschliche Kultur und Gesellschaft sowie die Fähigkeiten zur Reflexion und Transzendenz.
Na Bitte. Ein bisschen besonders darf schon sein. Kognitive Fähigkeiten also:
Zu diesen Fähigkeiten werden etwa Wahrnehmung, Denken, Lernen, Motorik und Sprache gezählt.
All diese wiederum einzeln zu erklären würde etwas abschweifen, zumal die ersten Leser dieses Eintrages wissen werden, wovon die Rede ist. Und sonst? Kultur?
Kultur ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt
Klingt einleuchtend, dass dies den Menschen hervorhebt. Wenden wir uns daher der Gesellschaft zu:
[...] erforschen Soziologen das soziale Zusammenleben der Menschen in Gemeinschaften und Gesellschaften. Dazu fragen sie nach dem Sinn und den Strukturen von deren sozialem Handeln (Handlungstheorie) sowie nach den damit verbundenen Werten und Normen. Sie untersuchen zum einen die Gesellschaft als Ganze, zum anderen ihre Teilbereiche
Es gibt also größere Zusammenhänge. Gibt es keine kleinere Ebene?
Der Mensch wird nicht geboren, sondern erzogen
Auch ein interessanter Ansatz. Stellt sich also schließlich folgende Frage:
Ist das der Mensch?
Mein Gefühl sagt mir oft, dass das nicht alles sein kann, das es mehr gibt, dass wir mehr sind als die Summe aller Teile. Also wäre es spannend zu erforschen, wie das alles zusammen hängt, wie uns das (und vielleicht noch anderes) zu dem macht was wir sind. Und uns vielleicht so der Frage näher bringt, was das ist.
Jede Wissenschaft hat eigene Methoden, eigene Ansätze, eigene Ideen und Voraussetzungen. Diese zu vereinen ist nicht einfach, wie ich an meinem eigenen Studiengang sehe. Allerdings sehe ich andererseits gerade hier das Potential eines modernen Studienganges. Weiß jemand, ob dies in der irgendeiner Form schon versucht wurde? Ob es einen Studiengang „Menschenwissenschaften“ gibt? Mir ist keiner bekannt, doch interessieren würde er mich schon einigermaßen.
Und was müsste der beinhalten? Viel von dem oben Angesprochenen gibt es in ähnlicher Form schon in einem Biologie Studium, allerdings auf alle Lebewesen bezogen. Ich stelle mir daher eine Art Humanbiologie vor, die all die Bereiche der Biologie vereint, die für den Menschen ebenso von Bedeutung sind. Und alles, was sonst noch fehlt
. Vorschläge erwünscht!
Anthropologie
Von: Andreas am 11. 6. 2008
um 10:11
Danke!!
Ich finde allerdings gerade nur Studiengänge, die nicht alles vereinen, die nur einen Teilbereich vertiefen. (Je nachdem, ob sie von den biologischen oden philosophischen Fakultäten kommen vor allem in den Bereichen)
Meine Frage geht gezielt nach Unis, in denen verschiedene Leute zusammen arbeiten. Die sich öffnen! (Durchaus möglich, dass ich blind bin.)
Und: warum lassen die alle CogSci so außen vor?
Von: faucone am 11. 6. 2008
um 10:31